Kindheitserinnerungen

Meine Mom ist weggezogen aus dem Quartier, in dem ich aufgewachsen bin. Der totale Mindfuck. Ein Liebesbrief an die Strasse, die meine Welt war. 

Ein Quartier voller Kinder, Katzen, Kreidemalereien und Kirschbäumen. Ein Universum, das bis zum Ende der Strasse ging, weil weiter schon eine Welt anfing, die noch heute eigentlich zu gross ist. Regenwürmer. Riesige Sandkästen. Knisternde Zähne. Unendlichen Versteckis-Plätze. Bäume, von denen wir beim Klettern hinunterfielen. Spital Thun-Simmental. Coole Narben.

Kaulquappen in Gonfigläsern. Mutproben auf gefrorenen Weihern. Margritli-Kränze und grüne Grasflecken. Knie, die noch heute verbeult sind. Seefeldfest. Eltern, die schon früh Toleranz beibrachten und über die wichtigen Dinge diskutierten. Weisse Weihnachten. Weite Horizonte. Eine Kindheit, deren reale Welt so reich war, dass wir ganz selten vor den Fernseher oder Computer flüchten mussten.

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s

%d bloggers like this: